Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubauamt Hannover

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Inhalt: 1. Abschnitt: SKO-Km 2,50 - 6,15

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TerminplanDer Kanal wurde einseitig auf der Westseite verbreitert und beidseitig mit einem Deckwerk versehen. Der Ausbau erfolgte durchgehend im Trapezprofil und ist durch folgende Ausbaumerkmale gekennzeichnet:

Die WSV strebte an, die einzige im Ausbauabschnitt noch nicht an den neuen Querschnitt angepasste Wirtschaftswegbrücke 75 bei Wallenhorst ersatzlos entfallen zu lassen, da der Weiterbetrieb der Brücke volkswirtschafltich nicht mehr sinnvoll ist. Der Straßenbaulastträger hat diesem Vorgehen jedoch nicht zugestimmt. Da zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch keine Entscheidung darüber gefallen war, ob die Brücke 75 ersatzlos abgebrochen oder durch einen Neubau werden muss, musste im Rahmen dieser Ausschreibung ein Verbleib der vorhandenen Brücke 75 vorausgesetzt werden. Dadurch bedingt, erfolgt zwischen ca. km 4,750 und 5,000 zunächst kein Kanalausbau und es verblieb eine Engstelle.  
Die Brücke 75 wurde dann nachdem der notwendige Planänderungsbeschluss rechtskräftig vorlag im Jahr 2010 ersatzlos abgebrochen und die Engstelle beseitigt.

Der östliche Teil der vorhandenen Wendestelle wurde mit einem aus alten Wasserbausteinen und Sand bestehenden Trenndamm vom Kanal getrennt und als Stillwasserzone umgestaltet. Der am Ostufer befindliche Yachthafen blieb bestehen und war vom Ausbau nicht betroffen.

Der am östlichen Ufer vorhandene Betriebsweg wurde mit einer wassergebundenen Schotterdecke versehen, in Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten jedoch weitgehend ohne Bankette ausgebildet. Am Westufer wurde ein durchgehender Betriebsweg mit wassergebundener Schotterdecke gemäß Regelprofil hergestellt, der im Bereich der Brücke 75 an den vorhandenen Betriebsweg angeschlossen wurde.

Zwischen km 3,040 und 6,080 wurde am Westufer landseitig des Betriebswegs ein 4,00 m breiter Pflanzstreifen angeordnet, der am Düker 75 und im Bereich der Brücken 74 und 75 unterbrochen wurde.

Ausbauprofil SKO-km 2,5 - 6,15


Neubau Düker 75

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Als Ersatz für den bei SKO- km 3,654 ehemals bestehenden Düker Nr. 75 wurde ein neuer Düker (75n) bei SKO km 3,624 gebaut. Der vorhandene Düker Nr. 75 wurde nach Fertigstellung des neuen Dükers zurückgebaut.

Die komplette Errichtung der neuen Dükeranlage beinhaltete im Wesentlichen:

Der SKO wurde hier im Trapezprofil ausgebaut, die Verbreiterung erfolgte nach Westen. Der Kanalwasserspiegel liegt in diesem Bereich etwa 2 Meter unterhalb der Geländeoberkante. In der Kanalsohle war die Mindestüberdeckung des neuen Dükerrohres von 2,00 m zu gewährleisten.

Unmittelbar im Anschluss an den neuen Dükerauslauf wurde der Hollager Mühlenbach ca. 60 m parallel zum Kanal in südlicher Richtung geführt, um anschließend nach Westen abzuschwenken.

Die den hydraulischen Berechnungen zugrundeliegende Abflussmenge des 100-jährigen Hochwassers hatte sich auf 5,4 m3/s erhöht. Der alte Düker war lediglich auf eine Bemessungswassermenge von 1,8 m3/s ausgelegt.

Der Landkreis Osnabrück hatte die hydraulische Leistungsfähigkeit des Mühlenbaches im Anschluss an den Düker zu etwa 2,2 m3/s ermittelt.

Eine Forderung des Landkreises war es daher, alle über 2,2 m3/s hinaus anfallenden Wassermengen in den SKO abzuschlagen. Dazu wurde ein Abschlagsbauwerk in das Dükeroberhaupt integriert.

Verkehrssicherung auf dem SKO

Zur Gewährleistung einer effizienten und sicheren Bauabwicklung wurde eine Schifffahrt-Sperre montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr eingerichtet, die dem AN als Bauzeit für wasserseitig vorzunehmende Bauarbeiten zur Verfügung steht.

Sportboote bis zu einer Breite von 4,50 m waren von der Schifffahrtssperre nicht betroffen und müssten den Baustellenbereich jederzeit passieren können.

Zwischen 18:00 und 8:00 Uhr durften sich im Streckenbereich keine Transportfahrzeuge oder sonstigen schwimmenden Geräte befinden, die den Durchgangsverkehr behindern konnten. 

Diese Art der Verkehrssicherung hat sich auf dem SKO bewehrt.

Bauherr:

Bundesrepublik Deutschland
Wasser- und Schiffahrtsdirektion Mitte
Neubauamt für den Ausbau des MLK in Hannover

Auftragnehmer:

Fa. Reinhold Meister GmbH
Hengersberg

Bauzeit:

Sommer 2005 bis Sommer 2007

Bausumme:

ca. 7,7 Mio. €