Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubauamt Hannover

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Inhalt: 2. Abschnitt: SKO-km 8,90 - 11,54

Die Ausbauarbeiten an der Strecke sind im Frühjahr 2011 beendet worden.

Der Stichkanal Osnabrück (SKO) zweigt vom Mittellandkanal (MLK) bei MLK-km 30,388 (Bramsche) ab und verläuft in südlicher Richtung bis Osnabrück. Im Ausbauabschnitt ist der Verlauf nordwestlich-südöstlich ausgerichtet. 

Der SKO war im Ausbauabschnitt ursprünglich als einschiffiges Muldenprofil mit einer Sollwasserspiegelbreite von 25,00 m und einer Sollwassertiefe in der Achse von 3,20 m ausgebildet. Zwischen km 8,931 und 9,205 befand sich am Ostufer eine Ausweichstelle. Die Wasserspiegelbreite betrug dort ca. 30 m. Bei km 10,850 befand sich auf der Südseite eine ca. 30 m breite Einfahrt zum Wassersportzentrum mit einer Wassertiefe von ca. 1,50 m. Am Ende des Bauabschnitts bei km 11,245 schloss sich am Nordufer eine Aufweitung zur Uferladestelle Piesberg an, innerhalb dessen Bereichs lediglich eine Fahrrinnenvertiefung vorgesehen ist.

Die nördlich und südlich anschließenden Streckenabschnitte sind bereits ausgebaut.

Der Kanal wurde einseitig verbreitet. Die Verbreiterungsseite wechselt zwischen km 10,6 und 10,9 von Süd- auf die Nordseite. Der Ausbau erfolgte bis km 10,125 im Rechteck-Trapez-Profil, ansonsten im Trapezprofil mit beidseitigem Deckwerk. Zwischen km 9,1 und 9,4 ist der Kanal wieder gedichtet.

Der Ausbau ist durch folgende Ausbaumerkmale gekennzeichnet:

Regelquerschnitt Trapezprofil
Regelquerschnitt Kombiniertes Rechtecktrapezprofil
Neben planmäßigen Kurvenverbreiterungen wurden im Ausbauabschnitt zusätzliche Verbreiterungen für das Bemessungssschiff (üGMS) berücksichtigt, die sich teilweise nur über kurze Abschnitte erstrecken. Die Wasserspiegelbreiten weichen deshalb weitgehend vom Regelprofil ab.

Die am Südufer bei km 10,850 gelegene, ca. 30 m breite Einfahrt zum Wassersportzentrum wieß eine Sohltiefe von ca. 1,50 m auf. Die Einfahrt blieb bestehen und wurde dem Ausbauprofil angepasst.

Es wurden beidseitig Betriebswege mit einer wassergebundenen Schotterdecke angelegt. Auf der Südseite, am Übergang vom KRT- zum Trapezprofil bei km 10,150 beginnend, liegt zwischen Dammfuß und Kanalseitenweg ein 4,0 m breiter Pflanzstreifen, der bei km 10,600 an der Rampe der Brücke 79 endet.

Östlich der Brücke 78 steigt der Betriebsweg nach Osten hin kontinuierlich an, da der Kanalseitendamm hier als Hochwasserschutzdeich der südlich kanalparallel verlaufenden Hase dient. Dieser Bereich wird auch als Deichstrecke bezeichnet. Bei km 10,600 schließt der Deich an die Rampe der neuen Brücke 79 an. Östlich der Brücke 79 liegt das vorhandene Gelände so hoch, dass kein Deich erforderlich wird.

Neubau Düker 83

Hier geht´s zur Fotogalerie "Neubau Düker 83"  Fotogalerie Düker 75

Als Ersatz für den bei SKO- km 10,95 bestehenden Düker Nr. 83, der auf Grund der Vertiefung und Verbreiterung des Kanal nicht weiter genutzt werden konnte, wurde ein neuer Düker (83n) bei SKO km 11,03 gebaut.
Das Dükerrohr wurde am 10.06.09 eingebaut. Im Anschluss wurden das Einlauf- und Auslaufbauwerk für den neuen Düker errichtet und der vorhandene Graben angeschlossen.
Der vorhandene Düker Nr. 83 wurde nach Fertigstellung des neuen Dükers zurückgebaut.

Die komplette Errichtung der neuen Dükeranlage beinhaltet im Wesentlichen:

Der SKO wurde in diesem Bereich im Trapezprofil ausgebaut, die Verbreiterung erfolgte nach Norden. Der Kanalwasserspiegel liegt etwa 2 Meter unterhalb der Geländeoberkante. In der Kanalsohle ist die Mindestüberdeckung des neuen Dükerrohres von 2,00 m zu gewährleisten.

Unmittelbar im Anschluss an den neuen Dükerauslauf auf der Südseite des SKO wird der Piesberger Graben ca. 60 m parallel zum Kanal in westlicher Richtung geführt, um an den alten Verlauf anzuschließen.

Bauherr 

Bundesrepublik Deutschland - Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte
Neubauamt für den Ausbau des Mittellandkanals in Hannover

Auftragnehmer:

Fa. Johann Bunte GmbH
Papenburg

Bauzeit:

Sommer 2008 bis Frühjahr 2011

Bausumme:

ca. 12,0 Mio. €