Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubauamt Hannover

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Inhalt: Vorhafen Langwedel

Im Rahmen der Anpassung der Mittelweser an den Verkehr mit Großmotorgüterschiffen mit einer Abladebeschränkung auf 2,50 m erfolgt der Ausbau der Weser von Minden bis Bremen. Im Zuge dessen müssen auch die Vorhäfen der Schleuse Langwedel angepasst werden.

In den Vorhäfen befinden sich Dalbenliegestellen sowie die Start- und Warteplätze für die Binnenschiffe. Um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen den liegenden und den passierenden Schiffen zu gewährleisten, müssen die Vorhäfen auf der rechten Seite verbreitert werden. Anlass dafür ist, dass die Fahrspurachse in den Vorhäfen gekrümmt verläuft. Die Fahrspurbreite vor der Schleuse beträgt 12,50 m. Die Schleppkurve eines GMS ragt in der Kurvenfahrt in den Vorhäfen über die zur Verfügung stehende Fahrspurbreite hinaus.

Gemäß den Richtlinien für Regelquerschnitte von Binnenschifffahrtskanälen ist grundsätzlich ein Abstand von 5,0 m zwischen Fahrspur und Liegestelle einzuhalten. Im jetzt vorhandenen Vorhafenquerschnitt steht aber nur ein Abstand von 2,95 m zur Verfügung. Daher müssen die neuen Dalben der Start- und Warteplätze bzw. Liegestellen in Richtung Ufer verschoben werden, so dass ein an die Situation vor Ort angepasster Mindestabstand von 4,0 m zwischen fahrendem und liegendem Schiff erreicht wird. Dieser gewählte Mindestabstand von 4,00 m stellt hierbei eine abgestimmte Kompromisslösung dar, um größere Eingriffe in den Deich zu vermeiden und ist in begründeten Ausnahmefällen zulässig.

Weiterhin müssen die Böschungsdeckwerke erneuert und an die neue Sohltiefe angepasst werden. Die alten Leitwerke der Liegestellen werden aufgrund starker Korrosionsschäden ebenfalls ersetzt.

Die eigentlichen Bauarbeiten werden im Frühjahr 2019 beginnen und sollen in 2021 abgeschlossen sein.

Vorhafen Langwedel

Vorhafen Langwedel im derzeitigen Zustand.