Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubauamt Hannover

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Inhalt: Neubau der Brücken

Neben der Verbreiterung und Vertiefung des Kanalprofils müssen auch die Querbauwerke am Stichkanal nach Hildesheim den Abmessungen des Großmotorgüterschiffes/überlangen Großmotorgüterschiffes (GMS/üGMS) angepasst werden. Insbesondere die Durchfahrtshöhe unterhalb der Brücken ist nicht ausreichend. Für das GMS/üGMS ist eine Durchfahrtshöhe von 5,25 m über dem Oberen Betriebswasserstand (BWo) erforderlich. Die minimale Durchfahrtshöhe beträgt zurzeit nur 4,32 m an der Brücke der Bundesstraße 6.

Neue Brücken

Daneben haben die noch am Stichkanal verbliebenen alten Brücken mittlerweile das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Sie wurden zusammen mit dem Kanal zwischen 1922 und 1928 erbaut. Üblicherweise geht man bei Stahlbrücken von einer Nutzungsdauer von 80 - 90 Jahren aus, die inzwischen nahe zu abgelaufen ist. Einige Brückenbauwerke mussten deshalb aufgrund ihres Zustands bereits mit einer Belastungsbeschränkung versehen oder ganz für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Auch deshalb kann ein Neubau der Brücken erforderlich werden.

Die neuen Brückenbauwerke müssen gemäß Wasserstraßengesetz, sofern keine anderen Forderungen des jeweiligen Straßenbaulastträgers vorliegen, in den vorhandenen Breiten neu errichtet werden. Änderungen aus neuen Vorschriften, z.B. DIN-Normen, werden berücksichtigt. Fordert der Straßenbaulastträger einen breiteren Fahrbahnquerschnitt, muss er sich an den Baukosten beteiligen. Für die Brücken Nr. 381, 385, 386, 388 und 391 war bzw. ist dies der Fall.

Brückenneubauten wurden bereits in der Vergangenheit am SKH errichtet. So wurden im Zuge des dreistreifigen Ausbaus der Autobahn A7 die Autobahnbrücken Nr. 392 a+b sowie die Brücke Nr. 390 (Eisenbahnbrücke bei Harsum) ersetzt. Für die Brücken Nr. 386 (Kreisstraße zwischen Algermissen und Lühnde) und Nr. 388 (Landstraße zwischen Algermissen und Hotteln) waren auf Grund ihres Zustandes Ersatzneubauten notwendig. In die Planung zu diesen Brücken flossen die Parameter für den neuen Ausbauquerschnitt ein.

Für die Brücke Nr. 385  im Zuge der Kreistraße zwischen Lühnde und Wätzum und die Brücke Nr. 391 im Zuge der Landstraße zwischen Harsum und Groß Förste laufen zurzeit die Planfeststellungsverfahren. Die Planfeststellungsbeschlüsse für diese beide Brücken werden für Ende 2013 erwartet.  

Für die letzten zu erneuernden Brücken Nr. 395/396 im Zuge der Bundesstraße 6 beginnen jetzt die Planungen. Das Planfeststellungsverfahren soll Ende 2014 eingeleitet werden. Die übrigen Brücken über den Stichkanal - hierbei handelt es sich um Wirtschaftswegebrücken (Nr. 382, 392, 393, 394) - sollen nicht erneuert werden und zukünftig ersatzlos entfallen.