Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubauamt Hannover

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Inhalt: Wirtschaftswegebrücken

Wenn eine Straßenbrücke einer untergeordneten Wegeverbindung (Wirtschaftswege oder Ortsstraße) im Zuge des Ausbaus einer Wasserstraße oder auf Grund ihres baulichen Zustands ersetzt werden muss, ist im Sinne der wirtschaftlichen Verwendung der Haushaltsmittel (Steuergelder) gemäß Bundeshaushaltsordnung unter Berücksichtung des objektiven Verkehrsbedürfnis zu prüfen, ob sich ein Ersatzneubau wirtschaftlich rechtfertigen lässt. Ist das objektive Verkehrsbedürfnis im Verhältnis zu den Baukosten sehr gering, kann das dazu führen, dass eine solche Brücke nicht wieder errichtet wird.

Am Stichkanal sind davon vier Brücken betroffen. Es handelt sich dabei um die Brücken der Wirtschaftswege zwischen

Um eine Entscheidung über den Ersatzneubau der Wirtschaftswegebrücken am Stichkanal Hildesheim treffen zu können, wurde eine Untersuchung des Individualverkehrs auf den entsprechenden Wirtschaftswegen von einem Verkehrsplanungsbüro durchgeführt. Ziel war es, die Notwendigkeit der bestehenden Brücken zu hinterfragen und das objektive Verkehrsbedürfnis für diese Brücken festzustellen. Im Folgenden wurden mit diesen Daten das Nutzen-Kosten-Verhältnis für den Ersatzneubau der Wirtschaftswegebrücken ermittelt. Die Wirtschaftswegebrücken haben mit 80 Jahren inzwischen das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und müssten ohnehin in absehbarer Zeit überplant werden.

Die Untersuchung hat ergeben, dass das Verkehrsbedürfnis für alle untersuchten Brücken äußert gering ist. Es wurde eine maximale Belastung von 2900 landwirtschaftlichen Fahrzeugen pro Jahr für die meistbefahrenste Brücke ermittelt, was durchschnittlich 8 Fahrzeugen am Tag (theoretischer Wert) entspricht. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis lag demzufolge für alle Brücke weit unter 1. Das heißt, die Kosten für den Neubau einer Wirtschaftwegebrücke übersteigen deren Nutzen, gesamtwirtschaftlich betrachtet, bei weitem.

Der ersatzlose Enfall der Brücken ist in einem Planfeststellungsverfahren baurechtliche zu regeln. Die Entscheidung über den Entfall der Brücken fällt die Planfeststellungsbehörde unter Berücksichtigung der im Verfahren von den Betroffenen abgegebenen Einwendungen mit dem Planfeststellungsbeschluss.