Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubauamt Hannover

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Inhalt: Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen beim Ausbau des Mittellandkanals und der Stichkanäle

Der Aus- und Neubau von Wasserstraßen bedarf gemäß Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG) der Planfeststellung. Das Planfeststellungsverfahren ist ein öffentlich-rechtliches Genehmigungsverfahren unter Einbeziehung aller in ihren Belangen Betroffenen.

Nach den ersten technischen Vorplanungen wird eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) erstellt. Diese Studie erfasst und bewertet die Auswirkungen auf sämtliche Umweltaspekte. Im Ergebnis wird die ökologisch verträglichste Variante vorgeschlagen. Sind Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH Gebiete) oder europäische Vogelschutzgebiete von dem Projekt betroffen, ist die Verträglichkeit des Vorhaben mit den Erhaltungszielen dieser Gebiete zu prüfen.

AblaufDie technische Planung konkretisiert unter Berücksichtigung der Umweltbelange, der Schifffahrt und der Wirtschaftlichkeit das Vorhaben. Vermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu unterlassen. Unvermeidbare Eingriffe in werden entsprechend den Naturschutzgesetzen ausgeglichen. Ausgleichsmaßnahme bedeutet dabei eine gleichartige und räumlich nahe Wiederherstellung der beeinträchtigten Funktionen. Ist ein Ausgleich nicht möglich, kann der Eingriff durch Ersatzmaßnahmen, in anderer Weise oder auch in größerer Entfernung vom Eingriffsort kompensiert werden. Diese werden in der Regel in einem Landschaftspflegerischen Begleitplan (LPB) dargestellt.

In einem Erörterungstermin werden Einwendungen und Stellungnahmen von betroffenen Privaten und Behörden verhandelt. Im Anschluss entscheidet die Planfeststellungsbehörde über Einwendungen.

Nach Herstellung des Einvernehmens in wasserwirtschaftlicher und landeskultureller Hinsicht mit der zuständigen Landesbehörde wird der Planfeststellungsbeschluss erlassen. Erst danach kann mit der Baumaßnahme begonnen werden.

Die Eingliederung des Mittellandkanals in den Naturraum ist ein wichtiges Anliegen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Bei den Ausbaumaßnahmen werden die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörden frühzeitig beteiligt und mit ihrer Hilfe eine optimale Planung entwickelt, die sowohl den ökologischen Anforderungen als auch den schifffahrtstechnischen Belangen gerecht wird. Maßnahmen zur Vermeidung oder Minderung der durch den Ausbau bedingten Eingriffe werden in den technischen Entwurf eingearbeitet.

Beispielhaft können über die Navigation auf der linken Seite oder direkt durch Anklicken Maßnahmen, die das NBA Hannover durchgeführt hat, angesehen werden. Sie finden hier Informationen zu den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen an der Schleuse Sülfeld, der Stadtstrecke des Mittellandkanals in Hannover, der Brücke 388 über den Stichkanal nach Hildesheim und am Stichkanal nach Osnabrück.